Kosmische Ordnung: Das Prana

Prana
Was ist Prana?
In der Taittariya-Upanishad heißt es, dass die gesamte Existenz alles Lebens auf der Erde auf Prana beruht, sie ist Teil des Prana und sie endet mit Prana.
Unsere Natur ist wohl ausbalanciert, wir bewegen uns in diesen Naturprinzipien und dass nicht nur, wenn wir in der Natur selbst sind. Dies bedeutet, dass die gleiche kosmische Energie, die um uns herum fließt, nicht nur unseren Körper umgibt und beeinflusst, sondern auch die Häuser und Wohnungen in denen wir leben. Wir finden dort dieselben Prinzipien und Eigenschaften wieder, deren Auswirkungen sowohl positiv als auch negativ ausfallen können.
Prana kommt im menschlichen Körper in fünf Pranaströmen vor: Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana. Diese fünf Ströme korrelieren mit den fünf Grundelementen: Akasha (Universum), Vayu (Luft), Agni (Feuer), Jala (Wasser) und Prithvi (Erde). Und diese wiederrum bilden die Basis für die Prinzipien und Praktiken des Bauens von Gebäuden, die ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur gewährleisten und dadurch Glück, Gesundheit und Wohlstand bringen.
Die Weisen veranschaulichten die Aktivitäten der kosmischen Kräfte mit Hilfe von Diagrammen/Rastern und Symbolen. Ausgerichtet werden diese an den vier Kardinalpunkten Ost, West, Nord, Süd und ihren Zusammenhängen Nordost, Nordwest, Südost und Südwest. Dabei sind Orientierung und Raumrichtung zwei wesentliche Aspekte. Das Quadrat ist die ideale Form für ein Zuhause, da das in der quadratischen Struktur vorhandene Energiefeld am ausgeglichensten und vorteilhaftesten ist.
Stellen Sie sich vor, Ihr Zuhause sei ein lebender Organismus und der Eingang ist der Ort, durch den dieser Organismus atmet. Durch die Eingangstür Ihres Hauses gelangt so die Hauptenergie, das Prana, hinein - sie ist quasi die Quelle allen Lebens. Wenn die Tür in eine positive Richtung weist (idealerweise nach Osten oder Nordosten), bringt die einfließende Energie den Bewohnern Wachstum, Erfolg, Wohlstand, Wohlbefinden und ein harmonisches Familienleben. Befindet sich die gleiche Tür im negativen Bereich des Hauses, bringt dies Disharmonie, Pech, Kampf, Verlust und Gesundheitsprobleme mit sich. Mit dem Wissen von Vastu-Shastra können entweder die Auswirkungen eines negativen Eingangs ausgleichen oder ein positiver Eingang durch verschiedene Mittel noch verbessert werden.
Vastu-Shastra realisiert Objekte, in denen das Prana, diese subtile, universelle Lebensenergie frei fließen kann und es keine strukturellen Elemente gibt, die uns für Krankheiten oder Probleme im Leben prädisponieren. Gebäude, die nach dem Vorbild von Vastu errichtet werden, tragen zu einer guten Gesundheit bei. Die Prinzipien von Vastu können auch angewendet werden, um Energieungleichgewichte in bestehenden Häusern zu beseitigen und den Frieden und die Stabilität zu schaffen, die wir brauchen, um auf allen Ebenen, spirituell und materiell, erfolgreich zu sein.
Warum ist Prana so ein wichtiger Faktor im Vastu-Shastra?
Die beiden wichtigsten Faktoren im Vastu sind das uns umgebende Magnetfeld und die Sonnenenergie, die uns als unsichtbare Energielinien umgeben und wie ein großes Gitter von Nord nach Süd und von Ost nach West über die Erde verlaufen. Sie geben die Richtungen im Vastu an, mit den entsprechenden Auswirkungen. Das Magnetfeld wirkt von Nord nach Süd und das Sonnenlicht wirkt von Ost nach West.
Es wird angenommen, dass beim Aufstellen einer Struktur bzw. eines Gebäudes auf der Erde das Gleichgewicht beeinträchtigt wird, da die physikalische Struktur eine Unterbrechung des elektromagnetischen Feldes verursacht. Daher muss dieses Gleichgewicht wiederhergestellt werden, damit die kosmische Energie oder Prana harmonisch durch das Gebäude sowie um es herum fließen kann.
Da, wo beide Strömungen aufeinandertreffen, entsteht nach Definition des Vastu eine neue Energie - das Prana, die universelle, kosmische Energie. Diese Energie trifft direkt an der Schnittstelle, aus Nordosten auf ein Bauwerk ein. Daher wird gerade auch dem Nordosten, einem der wichtigsten Bereiche des Vastu-Purusha-Mandalas, große Aufmerksamkeit gewidmet.
Das Prana steht für das Yang, die männliche Seite. Diese Energie kommt von Osten (Sonnenlicht) und steht für den "himmlischen Einfluss“. Shiva steht für das Yin, die weibliche Seite. Ihre Energie kommt von Norden (Magnetfeld) und steht für den „irdischen Einfluss“.
9 Quellen um Prana zu verbessern
Probieren Sie diese Tipps aus, um Ihr Zuhause mit Prana, der universellen Lebenskraft, zu beleben.
- Ein offenes Fenster im Nordwesten, dem Quadranten, in dem das Luftelement vorherrscht.
- Lebende Pflanzen und Blumen im Haus und im Garten im Freien.
- Ein Licht- oder Sonnenstrahl, der ungehindert von der Vordertür durch das Haus zu einem hinteren Fenster oder einer hinteren Tür läuft.
- Ein offener Brahmasthan (der Herzraum eines Gebäudes), damit die Struktur aus der Mitte des Hauses Prana erzeugen kann.
- Tägliche Meditation und heilende Atemtechniken.
- Frische Bio-Lebensmittel (idealerweise aus Ihrem eigenen Garten geerntet, von einem örtlichen Bauernmarkt oder einem Bio-Fachmarkt) in der Küche verwenden.
- Wasserelemente wie Brunnen oder Aquarien, Teiche oder Schwimmingpools im Nordosten, dem Wasserelement, aufstellen.
- Den Eingangsbereich sauber, einladend und aufgeräumt zu halten.
- Der Eingangsbereich sollte gut und hell beleuchtet sein. Wenn das nicht der Fall ist, treffen Sie entsprechende Vorkehrungen für künstliches Licht. Wenn strukturelle Änderungen möglich sind, kann ein zusätzliches Fenster dazu beitragen, Licht ins Dunkel zu bringen. Rot ist eine attraktive und anregende Farbe. Im Vastu Shashtra wird angenommen, dass es positive Energien in das Haus bringt. Aus diesem Grund ist die bevorzugte Farbe für die Begrüßungsmatte auf der ganzen Welt Rot.
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