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Vastu-Prinzipien: Grundstücksformen

Grundstücksformen

Ein Grundstück hat, unabhängig von Größe, Form sowie Ausrichtung positive und/oder auch negative Auswirkungen auf die dort lebenden Bewohner. Jedes Merkmal, sei es die Lage des Hauses auf dem Grundstück, ob Fehlbereiche oder Erweiterungen vorhanden sind oder ob bestimmte Bereiche des Grundstückes niedriger oder erhöhter sind, hat seine ganz besonderen Qualitäten. Diese Merkmale weisen darauf hin, welche gesundheitlichen Folgen sich unter Umständen für die Eigentümer daraus entwickeln können. Sie können möglicherweise auch darüber entscheiden, ob Sie im Leben leichter voran kommen oder nicht.

Grundstücksform

Entsprechend den Himmelsrichtungen sollten auch die Seiten eines Grundstücks in der Nord-Süd- sowie Ost-West-Achse ausgerichtet sein. Als Idealform gilt hier das Quadrat. Sollte ein Grundstück, was sehr häufig vorkommt, unregelmäßig zugeschnitten sein, so sind Grundstücke mit einer längeren Ost-West-Erweiterung zu favorisieren gegenüber einer Nord-Süd-Erweiterung. Weiterhin sind Grundstücke mit einer längeren Diagonale von Nord-Ost nach Süd-West einer Ausrichtung von Nord-West nach Süd-Ost vorzuziehen. Ein erweiterter Bereich im Nordosten ist ebenfalls vorteilhaft.

Erweiterungen oder Fehlbereiche sollten aber, wenn möglich, ganz vermieden werden. Unregelmäßige Grundstücksformen sind aus Sicht des Vastu generell nicht zu empfehlen. Es ist empfehlenswert sie durch entsprechende Maßnahmen zu korrigieren.

Proportionen

Das Quadrat gilt im Vastu als die vollkommene Form, sowohl für das Grundstück, als auch für das Haus. Rechtecke sind ebenfalls gut. Dabei ist auf ein vorteilhaftes Seitenverhältnis von Länge zu Breite zu achten:

∞ Shantikam 1:1,25 (Bedeutung im Vastu: Stärke, Reichtum)

∞ Paushtikam 1:1,50 (Bedeutung im Vastu: Freude)

∞ Jayadam 1:1,75 (Bedeutung im Vastu: Gesundheit)

∞ Ghanam 1:2,00 (Bedeutung im Vastu: Großartigkeit)

∞ Abhuta 1:>2,0 (wird im Vastu als ungünstig angesehen)

Topografie

Grundstücke, die eben verlaufen, sind zunächst einmal generell als gut zu betrachten. Bei Grundstücken mit Gefälle sollte auf die jeweilige Neigungsrichtung geachtet werden.

Am besten sind Grundstücke, die nach Nord-Ost abfallen; wobei hier schon ein leichtes Gefälle von Vorteil ist, um sich positiv auf das Vastu auszuwirken. Nicht so gut sind Gefälle nach Süd-West. Sollte ein Grundstück eine solche Neigung aufweisen, so kann diese negative Eigenschaft aber durch entsprechende Korrekturen verbessert und der Südwesten stabilisiert werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Grundstück mit Gefälle positive Auswirkungen hat, wenn der Westen, der Südwesten oder der Süden höher liegen als die anderen Bereiche des Grundstücks. Der Einfall des morgendlichen Sonnenlichts vom Nordosten bzw. Osten ist hier von großer Bedeutung. Von daher sollte auch kein Berg, keine großen Bäume oder hohe Gebäude im Norden, Nordosten oder Osten die Sonneneinstrahlung behindern.

Bäume und Mauern

Generell können Grundstücke, auch bei ungünstigen Voraussetzungen, in allen Bereichen wieder stabilisiert und ausgerichtet werden. Dies geschieht u.a. durch gezielte Maßnahmen wie das Errichten von zusätzlichen Grundstücksmauern und anderen Abgrenzungen oder das Pflanzen von Bäumen je nachdem, was erreicht werden soll.

Position des Hauses

Die Position des Hauses auf dem Grundstück ist ebenfalls von großer Bedeutung. Wichtig hierbei ist mehr Freifläche im Nordosten zu erhalten damit, wie in der unteren Grafik gezeigt, das Prana besser genutzt werden kann.